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Hubert Christian Ehalt
ZU GOTTHARD FELLERER

Gotthard Fellerer ist ein schöpferischer Mensch. Sein Leben ist ein kreativer Prozess, der von den "Mühen der Ebene" kaum unterbrochen zu sein scheint. Er konzipiert, doziert während ich diesen Text schreibe, gerade als Gastprofessor in Pristina , schafft eindrucksvolle Bildwerke, agiert als Solomusiker und mit unterschiedlichen Bands, agitiert mit politischen Texten, lehrt an Akademien, organisiert KünstlerInnen zu Themenausstellungen, gibt "BravDa" und andere historisch-zeitkritische Texte heraus und...

Das Leben Gotthard Fellerers ist eine polyhistorische Performance, Gotthard Fellerer ist eine Art Anti-Oblomow. Ständig arbeitet er an neuen Projekten. Ständig erhalten seine Freunde und Freundinnen Einladungen zu künstlerischen und intermedialen Aktivitäten.

Gotthard Fellerer gehört zu den wenigen Persönlichkeiten mit einer ausgeprägten Dreifachbegabung als bildender Künstler, als Autor und als Musiker. Seine Projekte und Werke stehen eindrucksvoll für sich allein, sie ergänzen und kommentieren sich jedoch auch gegenseitig. Fellerer denkt ständig über Wege, Ziele und Bedeutungen des Künstlerischen in der Gesellschaft nach: "Kunst bedeutet für mich weiterführen und ergänzen der visuell erfahrbaren Realität, das heißt, die Offenlegung des Nicht-Sichtbaren. Kunst ist jenes dynamische Prinzip, das am meisten zur inneren und äußeren Befreiung des Menschen beiträgt." "Der Künstler", so sagte Kandinsky, "sieht und zeigt". Er ist, folgt man Fellerer, ein Hinweiser auf das "Nicht-Sichtbare".

Das Schöpferische in den Künsten und in den Wissenschaften bestand und besteht wesentlich in dieser Arbeit des Ent- und Aufdeckens, des Découvrierens, der Zerstörung der Konventionen des Sehens und der Gestaltwahrnehmung. Als Irritation und Tabubruch öffnen die Künste die Menschen in ihren Perspektiven auf die Welt und in ihren Gestaltungshorizonten.


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