Plastik

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Malerei




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Immer noch ist Kunst machen ein sehr spannendes, sehr intensives, ein großes geistiges Abenteuer für mich. Diese Spannung, diese Angst am Beginn, diese Überraschung am Ende, dieses Gefangensein während der Arbeit. Diese Stille außen und dieses Neugierig-Sein bei mir, dieses Eintauchen in den Prozess des Malens und Zeichnens, ins Leere, ins Licht, ins Dunkel greifen erwartungsvoll, was kommt, sehr ereignisreich.

Immer noch habe ich etwas Angst, immer noch bin ich sehr aufgeregt, immer noch strengt es mich ungeheuer an. Immer noch spüre ich mich ganz nah bei mir beim Malen. Dieses Alleine-Tun für sich, ganz abgeschieden in der Stille, diese Begegnung mit mir selbst, das lässt mich nicht los.

Will realisiert sein und Form finden.

"In Etappen erschloss sie sich ein Wirkungsfeld zwischen dem Alten und dem Zeitgenössischen. Der Tanz, die wirbelnde Bewegung, das Zu- und Auseinander von Figuren und Zeichen begleitet sie seit der Entwicklung 'menschlicher Alphabete` um die Mitte der Siebziger Jahre. Nach 1983 beschäftigt sich Lore Heuermann mit der schwierig zu handhabenden Glasradierung unter Kennzeichnung 'Alte Rituale und neue Programme`.

Das Bild, wie es sich sozusagen aus sich selbst heraus erzeugt und fortsetzt, hat regelmäßig zyklische Abläufe zur Folge. Jetzt, nach den China-Erfahrungen, setzt sie die damit verbundenen Bewegungen auch in Rollbildern fort.

Mit diesen abstrahierenden, zum Kalligraphischen neigenden Formen des Ausbildens von miteinander verbundenen Strukturen - für die eine sich in Rhythmen bewegende Figur stets den Ausgangspunkt bildet - hat Lore Heuermann in ihrem Fortschreiten nun einen bemerkenswerten Höhepunkt erreicht."

Kristian Sotriffer


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