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Zu Florian Jakowitsch
von Franz Slawik +

Seine Malerei scheint aus der Erde herauszuwachsen. Ihr Saft schießt in all seine Gestalten, füllt sie prall mit Leben, mit Vitalität - selbst dort, wo er Leid, Dunkel und Tod gestaltet. Das bestimmt die Kraft der Pinselführung, die Fülle der Farben, die Expressivität des Duktus, Kraft und Kampf ist in diesem Werk, Aufbäumen auch in der Niederlage: im geballten Trotz.

Selten wird die Einheit einer Persönlichkeit, eines Lebens, einer Kunst in all ihren Veränderungen spürbarer als in diesem Gesamtwerk: geprägte Form, die lebend sich entwickelt. Hier steh` ich, ich kann nicht anders. Kein Möglichkeits-, sondern ein Wirklichkeitsmensch - aber in der ganzen Vielfalt seiner Möglichkeiten. Wenn man ihn als religiösen, metaphysischen, suchenden Künstler bezeichnet hat, dann im Sinn des Gütersloh-Wortes: Die Tiefe ist außen.

Dabei hält er sich fern jedem planen Naturalismus wie der blutleeren Esoterik mancher preziösen Ismen unserer Zeit. Ihrer Pseudointellektualität setzt er die Intelligenz seiner Sinnlichkeit entgegen. Der Geist der Erde ist ihm näher. Und es ist ein guter Geist, weil es die Erde Niederösterreichs ebenso ist wie der Schlossberg bei Leutschach, der portugiesische Fischer wie der Schuster aus Mönichkirchen.

Dr. Franz Slawik+ war Landesrat von Niederösterreich, Philosoph und Obmann des nö. Kulturforums 


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