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Gedanken über die künstlerische Arbeit Ernest A. Kienzls

In der Auseinandersetzung mit Ernest A. Kienzls Arbeiten fällt als erstes der Einsatz gegensätzlicher Elemente auf, die in verschiedenen Ebenen mehrschichtige Spannungsbeziehungen erzeugen.

Auf der materialen Ebene setzt er sich mit Werkstoffen auseinander, die üblicherweise nicht mitsammen verwendet werden, die vielfach gegensätzliche Ausstrahlung und kontroverse Wirkungen haben, und die er mittels oft für unmöglich gehaltener Technologien verbindet. Organische und anorganische, natürliche und künstliche, weiche und harte Komponenten werden kombiniert; Stahl wird mit Bast oder Sisal gebunden, mit Wachs geklebtes Papier testet die Spannkraft von Thorstahl ... Die Materialien werden auf diese Weise rigoros auf ihre Belastbarkeit hin überprüft.

Auf semiotischer Ebene stellt er Zeichen und Bezeichnetes in spannende Wechselbeziehung, die vor allem daraus entsteht, dass meist triviale oder ambivalente Bedeutungen in Frage gestellt werden.

Auf der bildnerischen Ebene sind seine Arbeiten einerseits im Spannungsfeld zwischen Grafik und Plastik, zwischen zweiter und dritter Dimension anzusiedeln, was auf die von ihm bevorzugten künstlerischen Tätigkeiten als Zeichner und Objektmacher zurückführbar erscheint. Die meisten linearen Strukturen seiner Objekte und Installationen sind durchaus auch als Zeichnungen im Raum lesbar. Andererseits werden seine Objekte und Installationen immer in Bezug zum Raum gesetzt, in einer Weise, die dessen Struktur verdeutlicht oder neu definiert, oder aber die Objekte durch den Raum eine besondere Bedeutung erhalten.


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